HASAG PANZER 7503

Das HASAG Panzer Modell dieser Jahre ist eine umgelabelte Laterne aus dem Hause Kaestner & Toebelmann. "Panzer 7503" war die klassische Standardlaterne des Erfurter Herstellers. K&T fungierte in den letzten Jahren seines Bestehens als Werkbank für Hugo Schneider.

 

Der Fundzustand umfassst wieder mal einen fehlenden Tankdeckel, außerdem gab es einen falschen Brenner und ein nicht originales bauchiges Glas. Selbiges war überraschenderweise sogar mit Ätzmarke. Ein korrektes Glas wartete schon seit Jahrem im Schrank auf seinen Einsatz.

 

 

Land: DR

Hersteller: Hugo Schneider Aktiengesellschaft

Produzent: Kaestner & Toebelmann Lampenfabrik

Docht: 7'''

Baujahr: ca. 1932-1934

in Sammlung seit: 2019

 

HASAG PANZER No. 7503

 

Die HASAG Panzer ist eine anders gelabelte Ausführung der Stübgen Fledermaus 2850. Die Laternen sind bis auf minimale Unterschiede baugleich.

Die Auftragsfertigung dieses Modells bei Stuebgen erfolgte zwischen 1935 und 1937,

HASAG begann sich dadurch weiter als Laternenmarke am Markt zu positionieren.

Die Fledermaus gelabelten Modelle von Stübgen wurden parallel weiterproduziert.

 

Dieses Modell gab es in verschiedenen Ausführungen, je nach Fertigungsort.  Die HASAG lies vor 1935 zunächst ein Modell bei K&T fertigen, was auch deren Merkmale trägt. Auch die Modellnummer 7503 stammt ursprünglich von K&T. Nach Wechsel auf Fertigung bei Stübgen blieb die Modellnummer erhalten. Nachdem sie die Laternensparten von Stübgen und K&T übernommen hatten und der neue Produktionsbetrieb in Meuselwitz einsatzfähig war wurde für die dortige Fertigung die Bezeichnung nochmals geändert, in HASAG 111.

Durch die Fremdfertigung und die Übernahmen wurden also auch Markenbezeichnungen neu gemischt, so kam der Modellname von K&T auf eine von Stübgen entwickelte Laterne.

 

Baujahr: 1935-1937

HASAG BAT 2850 "Made in Germany"

 

Baujahr:  ca. 1937-1938

 

Ein etwas eigenartiges Exemplar, ich war nicht sicher das es originalgetreu ist, bis von dritter Seite eine weitere Datierung vorlag die auch meiner Vermutung entsprach. Ach wenn da eine 2850 drauf steht, die Einsortierung bei HASAG ist in diesem Fall korrekt.

 

Der Tragebügel ist aus dünnerem Material, das DTR nur ein gebogener Draht, die FM Prägung ungewöhnlich erhaben, das Glassieb weicht von älteren Versionen konstruktiv ab.

Sie kam mit geflügeltem HASAG Glas und HASAG Tankdeckel. Unter der Überlackierung war sie am Tank noch recht gut verzinnt, leider war die Zitronensäure nicht zimperlich..... Zum Ausgleich war ich sehr vorsichtig mit der Aufbereitung des Glassieb. Die Redline Lackierung ist noch original erhalten aus den 30ern.

 

Ihr Glas mit geflügeltem HASAG Logo mußte sie leider an die obige 7503 abgeben, dafür bekam sie kurz darauf ein rotes Originalglas. Es ist mit BAT BRAND gemarkt und gehört daher vermutlich in genau so eine Laterne.

 

Docht: 7''' / 15x0,6x170 mm 

Land : DR

Hersteller:  HASAG Meuselwitz

Brenndaue: ca. 12h

links der Füllöffnung: -

rechts der Füllöffnung: -

gegenüber der Füllöffnung: Made in Germany [Fledermauslogo]/ DR Patent

Füllkappe: HASAG

Kamindeckel: 2850

Dochtschlüsselrad: -

Glas: aufgefunden mit HASAG Flügel Logo / ersetzt rot klar [FLEDERMAUSLOGO] BAT BRAND MADE IN GERMANY

 

in Sammlung seit: 2018

Restauration: 2018

BAT 699

Eine BAT 699 ist eigentlich das Gleiche wie eine PAN 699, nur halt gelabelt für die HASAG Produktreihe.

Mein erstes Modell musste weichen, also ich von einer befreundeten Sammlerin dieses attraktive Modell angeboten bekam.

 

Baujahr Modellreihe : ca. 1934-39, gesichert 1937-39

 

Docht: 5''' / 15x0,6x170 mm 

Land : DR

Hersteller: vmtl.  HASAG Meuselwitz

Brenndaue:

links der Füllöffnung: MADE IN

rechts der Füllöffnung: GERMANY

gegenüber der Füllöffnung: BAT [Fledermauslogo] 699

Füllkappe: -

Kamindeckel: 699

Dochtschlüsselrad: -

Glas: aufgefunden mit bauchigem 5''' ungemarkt / ersetzt durch Fledermausglas

 

in Sammlung seit: 2018

Restauration: -

 

 

BAT 156

 

Das zweitkleinste Modell der originalen BAT Reihe. Gefertigt als Gegenstück zu Niers FH 75 / 175.

Der Zustand leider nicht so der Bringer, wie bei vielen kleinen Laternen ist der Blaker besonders gefährdet und praktisch zerstört.  Notreparatur mit einer Japaischen Laterne als Spender.

Das Glas war ein Ersatzglas, aber Original von Feuerhand.

 

Die Laterne wurde erst 1938 aufgelegt, stammt also nicht mehr aus der Stübgen-Zeit sondern ist eine Entwicklung am HASAG Standort Meuselwitz.

 

BAT 157

 

Manchmal lacht einem das Glück. Der Trödelmarkt vor der Haustür beschert mir an einem Tag gleich zwei seltene Laternen die mir in der Sammlung noch fehlten. Eine davon ist eine BAT 157 die ich für den Preis einer China-Baumarktlaterne erstehe.  Nahezu rostfrei, Originalzustand, altes Glas, leider von  Feuerhand und kaputt.

Die Laterne ist eine Entwicklung von HASAG, und stammt nicht aus der Übernahme von Stübgen. Auch sie wurde erst um 1938 aufgelegt und bis 1942 gefertigt. Von der Größe her ist sie ein wenig verkauftes  Zwischenmodell, so wie die FH 225. Das bedeutet leider das Gläser ein Problem sind, denn es passt kaum etwas anderes.  

Man kann noch gut erkennen das die Laterne mit ihrem roten Glas offensichtlich als Rücklicht an einem Wagen diente - denn das eine Luftrohr zeigt noch die Verzinnung - genau dort wo die Haltebleche befestigt werden.

 

Da ist sie nun wieder frisch gemacht und wartet auf ein passendes Glas, fast so schwierig zu finden wie die Laterne selber. Schlußendlich lies ich ein Glas nach den Originalmaßen nachfertigen.

 

Restauration: 2017

 

HASAG 651

 

Dieses Modell wurde für die HASAG von Stübgen in Erfurt gebaut, es ist das baugleiche Schwestermodell zur BAT 160. Mit dieser Auftragsproduktion bediente HASAG z.B. die eigenen Exportmärkte. Das Label wurde vermutlich aufgeben nachdem man Stübgen vollständig übernommen hatte.

 

Das Exemplar kam in traurigen Zustand. Tankdeckel fehlte - hatte ich  was passendes aus Stübgen Produktion im Regal. Glas nicht original - werde ich nachfertigen lassen müssen. Tragehenkel fehlte. werde ich wohl selber bauen müssen...

 

Produktionszeitraum: 1935 - 1939,

BAT 400

 

Ich kann nicht mit Sicherheit sagen ob diese BAT 400 eher Stübgen oder eher der HASAG zuzurechnen ist, zumindest unterscheidet sie sich von dem in der Stübgen Rubrik dokumentiertem Exemplar. Der Blaker ist gemarkt und das Rastblech technisch anders konstruiert, Das DTR einfacher gehalten. Der Redline Streifen am Brenner ist noch Originallack, der am Tankdeckel wurde neu gezogen.

Weitere BAT Kaltluftlaternen vor 1937 die noch von Stübgen produziert wurden finden sich auf der Stübgen-Seite.

HASAG ORKAN 888

 

Die gesamte Orkan - Baureihe hebt sich deutlich von Laternen anderer Hersteller ab. Die HASAG führte 1937 ein komplette Neukonstruktion der bisherigen Frischluftlaternen durch was zu tiefgreifenden Änderungen des Designs des Kamins und der Brennerbereiches führte.  Noch im gleichen Jahr erfolgte im Juli die Eintragung des Markennamens.

 

Das Modell 888 stellt das größte der drei produzierten Modelle dar, und wurde als BAT, nicht als HASAG Laterne vertrieben.

 

Diese Orkan kam  in kompletten Zustand bei mir an, so schien es zumindest. Sie war von einem Vorbesitzer schwarz lackiert worden. Und zwar so gründlich das sich nichts mehr daran bewegte. Also der übliche Weg - entplacken, entrosten, konservieren.

 

Da ergab sichdas die Blaker Haltelaschen eigentlich gar nicht mehr da waren. Oh Mann, also Neubau.... .  Beim späteren Zusammenbau stellte sich allerdings noch heraus das der Brenner und der Brennerhut gar nicht zur Laterne gehörten sonder ... wie sich wiederrum etwas später ergab- aus einer Frowo Tischlaterne stammten. Damit ist sie dann also leider unvollständig.

 

Hersteller: HASAG

Land: DR

Glasnummer: HASAG No. 15

HASAG Colibri 5'''

 

aus der Zeit als Kästner & Toebelmann Laternen für die HASAG fertigte stammt dieses Exemplar. De Vorbesitzer hatte die Restaurerung aufgegeben, vermutlich wegen den reichlich vorhandenen Löchern und Beulen. Ich habe sie zumindest erst mal vor dem vollständigen Zerfall bewahrt.

Derzeit noch mit Ersatzglas, irgendwann ergibt sich sicher ein korrektes Glas....