Intro - wie alles begann

 

Irgendwann im Winter 2009 stolperte ich bei meinem Schwiegervater über eine alte Petroleumlaterne. Von Gartenpartys kannte ich die weit verbreiteten kleinen Sturmlaternen. Jene hatte ich im zurückliegenden Jahr als angenehme Lichtquelle für Sommerabende schätzen gelernt.

Dieses Modell jedoch war eine Eisenbahnlaterne. Über die Weihnachtsfeiertage unternahm ich eine Reinigung, Bestandsaufnahme und vorsichtige Überholung.

Parallel informierte ich mich über Ersatzteile und wie die ganzen Teile eigentlich so heißen die an einer Laterne so dran sind.

 

Das sollte sich alsbald als ausufernde Freizeitbeschäftigung erweisen. Zwischenzeitlich tummeln sich in der Sammlung etwa 130 Laternen von über 25 Herstellern. Fast alle sind hier dokumentiert.

 

Sämtliche getroffene Angaben zur Datierung sind als vorläufig unverbindlich zu sehen. Die Möglichkeit der Datierung weicht von Modell zu Modell stark ab, teilweise beruhen die Angaben auf nachweisbaren Unterlagen, teilweise sind sie nur von technischem Merkmalen abgeleitet.

 

Hintergrund

Lampensammler sind eine eher lose Gemeinschaft von Gleichgesinnten die sich oft schon früh spezialisiert haben. Einige langjährige spezialisierte Sammler bilden mittlerweile den "Rat der Weisen". Bei ihnen verschwimmen die Begriffe Sammler, Restaurator, Archivar und Hobbyhistoriker. 

Technische Grundfertigkeiten sind weit verbreitet in der Szene. Petroleumlaternen sind oft nur ein Hobby von mehreren. Doch erst die Untersetzung der gefunden Stücke mit Firmengeschichte, geschichtlichen Kontext und Patenten gibt den Objekten einen interessanten Hintergrund.

Im deutschsprachigen Raum können wir uns glücklich schätzen über einen großen Fundus an schriftlichem Material zu Lampen und ihren Herstellern. Besonderer Dank gilt daher jenen Sammlern die sich damit auseinandersetzen, es finden, extrahieren und aufbereiten. Ohne Sie beständen Webseiten wie diese nur aus Bildern ohne Hintergrundkontext. 

Philosophie

Fast jeder Sammler sammelt anders. Nach Ländern, Herstellern, Typen usw.. Und fast jeder Sammler ist ein Stück weit Restaurator. Dabei zeigt sich eine besondere Bandbreite, jeder hat seine eigene Philosophie hinsichtlich Qualität, Originalität, Oberflächenfinish, Farbgebung,  Reparaturmaterialien oder Umbauten. Dazu kommt eine große Bandbreite an handwerklichen Fertigkeiten und technischer Ausrüstung. Und vieles davon ändert sich über die Jahre.

 

Aktuell arbeite ich nach folgendem Credo:

Laternen, zu deren Entstehungszeit nicht lackierte wurde, werden soweit möglich auch nicht lackiert. Das betrifft im wesentlichen alles vor ca. 1920.

Laternen mit mindestens 80% Originallack werden vorzugsweise so erhalten.

Lackierungen erfolgen so weit wie möglich im korrekten zeitlichen Kontext.

 

Dies führt oft zu Abstrichen im Oberflächenfinish und der Optik. Statt deckendem Lack kommt nur transparentes Langzeitkonservierungsmittel zum Einsatz. Die Laternen sehen alt aus, Oberflächenschäden und Reparaturen sind erkennbar.  

 

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